20 Jahre ALEA GmbH – Bauprojekt „Portal – Gisselberg“

Wir, die Mitarbeiter, Partner und Freunde der ALEA GmbH konzipierten und erstellten in der Woche vom 17. – 20.05.2016 einen Kinderspielplatz auf dem Gelände der Flüchtlingseinrichtung „Portal Gisselberg“.

Die Idee, dass wir uns im Rahmen unseres Firmenjubiläums gesellschaftlich engagieren wollen, war schnell geboren. Anlass war der Flüchtlingszustrom im Sommer 2015 und die Berichte über ausländer- und flüchtlingsfeindliche Aktionen in ganz Deutschland. Wir wollten ein Zeichen für Integration und Toleranz setzen und uns für eine Flüchtlingseinrichtung im Umkreis unseres Firmensitzes in Marburg engagieren.

Eine Anfrage bei der Stadt Marburg erzeugte sofort Interesse und eine hohe Bereitschaft, das Projekt in die Tat umzusetzen. Vor allem auch durch den Umstand, dass in Marburg-Gisselberg das „Portal“ gegründet wurde; eine Einrichtung, die Sprach-, Bildungs- und Integrationskurse sowie Beratungsdienstleistungen und Kommunikationsmöglichkeiten für Geflüchtete anbietet. Was dort fehlte, war mehr Spiel- und Freizeitwert für Kinder und deren Eltern.

Wichtig war, dass dieses Spielgelände allen Bürgern offen stehen wird. Der Spielplatz soll ein Treffpunkt für alle Menschen werden, die in Gisselberg leben und die Gemeinde und das „Portal“ besuchen. Der Wunsch, eine integrative Begegnungsstätte zu schaffen, in der Kinder und deren Eltern aus allen Kulturen zusammentreffen können, war expliziter Wunsch aller Beteiligten.

Möglich gemacht wurde das Projekt durch eine beispiellose Kooperation vieler Helfer, Unterstützer und Partner.
Der Verein Vielfalt Marburg e.V. hat die privaten, institutionellen und Unternehmensspenden gesammelt und koordiniert, um die benötigten Sachmittel im Wert von über 20.000 € erwerben zu können.
Der Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg (DBM) sorgte mit dem Aushub des Fallschutzbereiches für die vorbereitenden Arbeiten und wird im Anschluss die Pflege des Spielplatzes übernehmen.
Viele Unternehmen überbrachten Sachspenden, wie z.B. Holz, Beton und Verbindungsmaterialien. Die großzügige Geldspende des Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie ermöglichte u.a. die Installation eines Röhrentelefons und die Gestaltung eines 30 Meter langen Holzzaunes, der das Farbspektrum der Goethe’schen Farbenlehre wiedergibt.
Der Ortsbeirat der Gemeinde Gisselberg gewann viele freiwillige Helfer, die handwerklich oder mit Kuchenspenden das Projekt tatkräftig unterstützten.
Andrea Heilmann, die Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Marburg und die Mitarbeiter des Portal Gisselberg halfen, wo sie nur konnten. Sie lösten Probleme und sorgten sich um das leibliche Wohl aller.

Wir, die ALEA GmbH, erstellten das Konzept, betreuten die Planung und die Logistik und errichteten schließlich, mit all unseren Mitarbeitern, innerhalb von vier Tagen, das Spielgelände. Dabei wurden wir von unseren Freunden, Familienangehörigen, Geschäftspartnern und vor allem von vielen freiwilligen Helfern unterstützt. So kam eine freiwillig erbrachte Arbeitsleistung von weit mehr als 1.000 Stunden zusammen.

Dieses Projekt hat in der Bauphase schon gezeigt, wie Integration und Gemeinschaft funktionieren kann. Der jüngste Helfer war 5 Jahre alt; der älteste 80. Die Menschen kamen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Deutschland, Frankreich, etc. Es arbeiteten Abiturienten, Studierende, Arbeiter, Rentner, Frauen, Männer und Kinder zusammen. Jeder brachte sich, seine Begeisterung und Kraft dafür ein, ein gemeinsames Ziel zu erreichen und mehr Lebensfreude und Gemeinsinn zu schaffen.

Wir hoffen, dass dieses Projekt und dieses neu geschaffene Gelände Menschen zusammen bringt und dazu beiträgt, dass Begegnungen stattfinden, gegenseitige Akzeptanz und Toleranz entstehen und Ängste abgebaut werden können!

„Am Samstag morgen war ich dann mit meiner kleinen Tochter auf dem Spielplatz am Portal Gisselberg. Wir hatten jede Menge Spaß – besonders am Röhrentelefon, dem Balance-Parcours und der Rutsche. Außer uns waren da auch noch 10 andere Kinder, die unterschiedlicher Herkunft und völlig begeistert waren. Schön, oder? [] Bunt, tolerant, sozial.“
(Andrea Heilmann – Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Marburg)

Mehr:
Pressemitteilung der Stadt Marburg
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